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Wie lange noch?

Wie lange noch?

Wenn Sie sich auch im Jahr 2027 noch unabhängig informieren möchten, sollten Sie diesen kurzen Artikel lesen. Ein dringender Appell der Manova-Redaktion.

Unser gesamtes Angebot, Sie haben richtig gelesen!, einhundert Prozent unserer Arbeit ist von unseren Lesern, die uns teilweise seit neun Jahren durch kleine Daueraufträge unterstützen, finanziert. Wir sind diesen langjährigen (und jedem neuen) Spender unendlich dankbar, dass wir unseren Idealen so lange treu bleiben konnten. Dass wir unabhängig bleiben und unseren kritischen Blick, ebenso wie den Blick vieler unserer Autoren, auf alle großen Systeme und Figuren der Zeitgeschichte behalten und darüber schreiben konnten. Dass wir uns weiterentwickeln durften, bewähren, dazulernen, besser werden.

Unser journalistisches Angebot konnten wir mit großem ehrenamtlichen Engagement und trotz des dauerhaft knappen Budgets stetig erweitern, Videos produzieren, die Präsentation auf unserer Webseite verbessern — und noch ist es nicht vorbei, wir sind mitten drin:

Sie finden ab sofort tagesaktuelle Kurzmeldungen auf unserer Webseite. Auf einen Blick präsentieren wir Ihnen in aller Kürze, was die Welt an diesem Tag in Atem hält, rufen in Erinnerung, was sich vor Kurzem ereignet hat, aber womöglich in der Informationsflut untergegangen sein könnte. Dazu finden Sie eine neue Artikelpräsentation vor, wöchentlich ein handgezeichnetes Bild, weil Worte nicht immer genügen, und bald erhalten Sie als Abonnent einen verbesserten Newsletter.

Wieso sich diese ersten Absätze dennoch wie ein Abschied anhören? Weil es bald so weit sein könnte!

Wir haben in den letzten Jahren schon viele Angriffe abgewehrt. Mehrere Gerichtsverfahren, Kontokündigung, Eingriffsversuche der Landesmedienanstalt, technische Schwierigkeiten … Doch reden wir nicht länger um den heißen Brei:

50.000 Euro.

Dieser Betrag ist es, den wir zusätzlich zu unserem derzeitigen, in den letzten Monaten stetig rückläufigen Spendenaufkommen mindestens benötigten, um unseren Fortbestand bis in das nächste Jahr zu garantieren. Wofür monatliche Fixkosten anfallen, haben wir in einem zurückliegenden Spendenartikel aufgelistet. Kämen unerwartete Ausgaben dazu, stünden wir sofort am Rande der Insolvenz. Und unerwartete Ausgaben, wie die oben genannten, hängen wie Damoklesschwerter über den Redaktionsstuben kritischer Publikationen — das wirtschaftliche Waffenarsenal zur Bekämpfung nicht systemtreuer Magazine ist breit.

Wir wollen ehrlich sein zu Ihnen, liebe Leser: Das Leben, vor allem das des kritischen Journalisten, ist nicht immer sexy, erfolgreich und sorgenfrei. In der freien Marktwirtschaft müssten wir Ihnen das aber genau so verkaufen.

Erfolg zieht an, Erfolg macht begehrenswert und bringt Wachstum.

Erwarten Sie von einem Magazin, das sich solcher Marketingstrategien bedient und unter diesen Prämissen arbeitet, einen unverklärten, unabhängigen und kritischen Blick? Sollen wir Ihre Spenden für Werbeberater oder Erfolgscoaches ausgeben, um das Magazin im Konkurrenzkampf nach vorne zu boxen?

Kein Spiegelbild des Mainstreams

Ein nicht unerheblicher Teil der als Gegenöffentlichkeit wahrgenommenen Medienlandschaft ist tatsächlich mittlerweile zu einer Galerie aus grotesken Katastrophen- und Empörungsschlagzeilen geworden. Man kann geradezu das Gefühl bekommen, eine stetig lauter schreiende BILD zu lesen. Von derartigen effektheischenden Aufmachungen halten wir Distanz und bewahren unsere Stimme der Vernunft und der Ausgewogenheit. Und genau eine solche Stimme braucht es in den am Horizont heraufziehenden Sturmböen beispiellos turbulenter Zeiten, die uns alle mit Sozialabbau, Überwachungsausbau und Kriegsvorbereitung vor bislang ungekannte Herausforderungen stellen.

Damit wir nicht verstummen, unsere Stimme für den Frieden nicht verstummt und wir unsere gute Arbeit für Sie aufrechterhalten können, bitten, nein, appellieren wir an Sie, uns zu unterstützen. Wenn Sie unsere Inhalte mögen, wertschätzen, aus ihnen einen Mehrwert ziehen können, ermöglichen Sie es uns weiterzumachen: Hier können Sie Ihren Beitrag spenden.

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